Archiv

Messerangriff
3000 Menschen bei Gedenkfeier in Aschaffenburg -Verdächtiger wird in Psychiatrie untergebracht

In Aschaffenburg haben etwa 3.000 Menschen der Opfer der tödlichen Messerattacke gedacht.

    Nach dem tödlichem Messerangriff in Aschaffenburg versammeln sich zahlreiche Menschen zum stillen Gedenken im Park Schöntal.
    Nach dem tödlichem Messerangriff in Aschaffenburg versammeln sich zahlreiche Menschen zum stillen Gedenken im Park Schöntal. (Daniel Vogl / dpa )
    Sie kamen nach Polizeiangaben in dem Park zusammen, in dem gestern ein zweijähriges Kind und ein Mann durch Messerstiche getötet worden waren. Für den Tatverdächtigen - einem ausreisepflichtigen Asylbewerber aus Afghanistan - ordnete das Amtsgericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.
    Bayerns Innenminister Herrmann von der CSU warf dem Bundesamt für Migration Versagen vor. Die Behörde habe die Anordnung für die geplante Ausweisung des Tatverdächtigen nach Bulgarien zu spät überstellt. Dadurch habe man die Frist für eine Abschiebung nicht mehr einhalten können. Bundesinnenministerin Faeser wies die Vorwürfe zurück. Die SPD-Politikerin sagte in Berlin, offenbar seien auch in Bayern einige Dinge schiefgelaufen. So müssten die bayerischen Behörden erklären, warum der Täter trotz mehrfacher Gewaltdelikte noch auf freiem Fuß gewesen sei.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.