Tschernobyl
40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe

Die Atomkatastrophe von Tschernobyl jährt sich heute zum 40. Mal.

    Blick auf die Schutzhülle über den Überresten des Reaktorblocks 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl
    Im November 2016 wurde die Schutzhülle des Reaktorblocks fertiggestellt. 2025 wurde diese von einer russischen Drohne getroffen und die Schutzhülle schwer beschädigt. (Getty Images / NurPhoto / Vladimir Sindeyeve)
    Die Ukraine erinnert mit mehreren Veranstaltungen an die verheerende Explosion in dem damals sowjetischen Atomkraftwerk. Auf dem Betriebsgelände im Norden der Ukraine wird Präsident Selenskyj erwartet, um der Opfer zu gedenken. In mehreren Städten gibt es Schweigeminuten und Ausstellungen. Wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine findet das Andenken unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Auch in Russland sowie in weiteren ehemaligen Sowjetrepubliken wird an den Super-GAU erinnert. Hunderttausende sogenannte Liquidatoren halfen damals bei der Beseitigung der unmittelbaren Folgen in dem radioaktiv verseuchten Gebiet - und wurden dabei selbst verstrahlt.
    Am 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktorblock von Tschernobyl nördlich von Kiew nach einem Bedienungsfehler. Er brannte tagelang und setzte dabei gewaltige Mengen an Radioaktivität frei. Experten gehen von Zehntausenden Todesfällen aus.
    Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.