Berliner Gemäldegalerie
430 zerstörte Kunstwerke digital wiederhergestellt

Fast 600 Bilder der Berliner Gemäldegalerie sind in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zerstört worden - darunter Werke von Botticelli und Rubens. Jetzt hat das Museum 430 Kunstwerke mit Hilfe historischer Aufnahmen in digitaler Form wiederhergestellt.

    Besucher gehen in Berlin in die Gemäldegalerie am Kulturforum.
    Besucher gehen in Berlin in die Gemäldegalerie am Kulturforum. (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
    Die Aufnahmen können online ab sofort frei betrachtet werden. Der Fotograf Gustav Schwarz hatte zwischen 1925 und 1944 Aufnahmen nahezu aller Gemälde der Sammlung angefertigt. Die Glasnegative überstanden den Krieg, verblieben danach in Ost-Berlin und wurden nun digitalisiert. Ein Großteil der Originalwerke dagegen wurde im Mai 1945 bei zwei Bränden im Flakbunker Friedrichshain vernichtet. Dorthin waren die Gemälde 1941 ausgelagert worden.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.