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StartseiteReihen und Schwerpunkte"Wir suchen die Forscher von morgen"18.05.2015

50 Jahre "Jugend forscht""Wir suchen die Forscher von morgen"

Schwerpunkt im DLF vom 18. Mai bis 1. Juni 2015

Mit dieser Schlagzeile im Magazin "Stern" fiel im Dezember 1965 der Startschuss für einen Wettbewerb, der sich in den Folgejahren zum größten europäischen Jugendwettbewerb für Naturwissenschaften und Technik mausern sollte.

Von Kate Maleike und Uli Blumenthal

Felix Knothe aus Sachsen posiert in Künzelsau im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs "Jugend forscht" vor dem Logo des Wettbewerbs. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)
Jedes Jahr nehmen viele Schüler an dem Wettbewerb "Jugend forscht" teil. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)

"Jugend forscht" ist ein äußerst wirksames Instrument zur Talentförderung geworden und feiert in diesem Jahr sein 50. Jubiläum. Nicht aus allen Teilnehmern ist gleich ein Nobelpreisträger geworden. Doch für viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begann hier eine erfolgreiche Karriere. Einige Beispiele:

  • Andreas Schleicher, "Mr. PISA", einer der bekanntesten Bildungsforscher, war 1984 mit einem Verfahren zur computerisierten Spracherkennung erfolgreich.
  • Andreas von Bechtolsheim, Gründer von SUN Microsystems und einer der ersten Google-Investoren, überzeugt er die Jury mit einem selbstkonstruierten Gerät, das per Ultraschall eine genauere Messung von Strömungen ermöglicht. Mit einem Vermögen von rund vier Milliarden US-Dollar ist er heute der erfolgreichste deutsche Unternehmer in den USA
  • Der Mikrobiologe Alexander Kekulé. Als Abiturient gewann er 1980 den dritten Preis im Bundeswettbewerb in Chemie mit der Fragestellung: Warum regt Tee, der nur kurz gezogen hat, an, und warum beruhigt Tee, der lange auf den Blättern gestanden hat? Heute leitet Alexander Kekulé das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Uniklinik Halle.

Wirtschaft statt Wissenschaft

Allerdings zieht es bei weitem nicht alle JuFo-Gewinner auch tatsächlich in die Labore und Forschungszentren dieser Welt. Mit der Erfahrung des Wettbewerbs im Gepäck hat so manch einer ein eigenes Unternehmen gegründet oder anderweitig erfolgreich Karriere gemacht:

  • Peter Ruzicka war 1968 Bundessieger Physik, später Komponist und Leiter unter anderem der Salzburger Festspiele, und übernimmt ab Juli 2015 die künstlerische und kaufmännische Geschäftsführung der Osterfestspiele Salzburg
  • Marec Hase war 1989 Landessieger Technik und belegte ein Jahr später mit einem Faltliegerad den zweiten Platz. 1992 Teilnahme bei "Jugend forscht" mit zwei nebeneinander gekoppelten Liegerädern. Zwei Jahre später Gründung der Firma Hase-Spezialräder

Im Programmschwerpunkt "50 Jahre Jugend forscht" beleuchten wir vom 18. Mai bis 1. Juni 2015 in den Sendungen "Campus & Karriere" und "Forschung aktuell" die Geschichte und die Geschichten des Wettbewerbes. In zehn Porträts erzählen ehemalige Teilnehmer über ihre Erfahrungen, Erlebnisse und auch darüber, welche Bedeutung "Jugend forscht" für ihren Werdegang hatte. Wir berichten auch über Rahmen- und Förderbedingungen von technisch-naturwissenschaftlichen Talenten im aktuellen Schulalltag. Denn Forscher von morgen werden schließlich immer gesucht.

Mehr zu unserem Schwerpunkt finden Sie unter der Adresse

www.deutschlandfunk.de/jugendforscht

Sendetermine / Sendezeiten

  • Campus & Karriere 
    Montag bis Freitag 14:35 Uhr, Sa 14.05 - 15.00 Uhr
    Sendetermine für "Jugend forscht"-Portraits: 19.05., 21.05., 22.05., 27.05., 29.05.
  • Forschung aktuell 
    Montag bis Freitag 16:35 Uhr
    Sendetermine für "Jugend forscht"-Portraits: 18.05., 20.05., 22.05., 26.05., 28.05.

 

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