Dienstag, 24. Mai 2022

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50 Jahre Sexualkundeunterricht
Mehr als Bienchen und Blümchen

1969 beschloss die Kultusministerkonferenz, dass Sexualkundeunterricht in die Lehrpläne gehört. Bis dahin wurde höchstens im Religionsunterricht vor den Gefahren der Lust gewarnt. Und auch heute gehen die Meinungen, ob und inwieweit Kinder in der Schule sexuell aufgeklärt werden sollen, auseinander.

Moderation: Sandra Pfister | 24.08.2019

Schüler stehen in einer Schule in Hannover im Sexualkundeunterricht neben Anschauungsmaterial zur Unterrichtseinheit "Sozialkompetenz und Sexualerziehung".
Sexualkundeunterricht in einer Schule (dpa/ Julian Stratenschulte)
Das Verhältnis zur Sexualität hat sich verändert. Es wird offener damit umgegangen, aber gleichzeitig treffen Lehrer auf Schüler, die über das Internet schon mit sexuellen Reizen überflutet wurden. Und Eltern beschweren sich, dass zu früh, zu viel oder zu explizit über Homosexualität und Genderidentität geredet werde.
In "Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: Wie sieht moderner Sexualkundeunterricht aus? Kann er die Bilder und Erwartungen korrigieren, die in sozialen Medien erzeugt werden? Ab welchem Alter sind welche Themen angemessen, und in welcher Form? Wie können Sexualkunde-Lehrer die Gender- und Identitätsdiskussion führen? Und: Sollten das überhaupt Lehrer unterrichten oder lieber Fachkräfte von außen?
Gesprächsgäste:
  • Katharina von der Gathen, freiberufliche Sexualpädagogin an Grundschulen und Autorin des Buches "Klär mich auf!"
  • Uwe Sielert, Professor em. für Pädagogik in Kiel, Mitbegründer des Instituts für Sexualpädagogik
  • Hilke Wentzel-Trakowski, Lehrerin an der Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule in Berlin
Sie können sich beteiligen. Rufen Sie uns kostenfrei an unter: 00800 – 44 64 44 64 – oder senden Sie eine Mail an campus@deutschlandfunk.de.