Samstag, 27.02.2021
 
Seit 20:05 Uhr Studio LCB
StartseiteSternzeitDas Team Kopernikus revolutioniert die Astronomie19.02.2021

548. Geburtstag des großen AstronomenDas Team Kopernikus revolutioniert die Astronomie

Vor 548 Jahren kam in Thorn an der Weichsel Nikolaus Kopernikus zur Welt. Mit seinem Namen ist untrennbar der Umsturz unseres Weltbildes verbunden.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Nicolaus Copernicus kam am 19. Februar 1473 zur Welt (Museum Thorn)
Vor 548 Jahren geboren: Der große Astronom Nikolaus Kopernikus (1473-1543) (Museum Thorn)

Kopernikus war Domherr von Frauenburg und die Astronomie war seine große Leidenschaft. Schon um das Jahr 1510, da war er Ende 30, postulierte er das heliozentrische Weltbild: Danach steht nicht die Erde im Zentrum des Planetensystems, sondern die Sonne. Die Erde kreist um die Sonne herum – gemeinsam mit den anderen Planeten.

Zwar sprechen wir heute zu Recht von der Kopernikanischen Wende. Dieser Begriff ist zum Synonym für einen nicht für möglich gehaltenen Umsturz geworden. Doch Kopernikus war nicht der erste, der den Gedanken einer im Zentrum stehenden Sonne formuliert hat.

Kein Zweifel: Unsere Erde ist eine Kugel im Weltraum (NASA)Die größte Wende in der Geschichte der Astronomie: Kopernikus rückte die Erde aus dem Zentrum des Planetensystems auf die dritte Bahn von der Sonne (NASA)

Schon in der Antike gab es solche Ideen. Vor allem Aristarch von Samos ist für ein sehr frühes heliozentrisches Weltbild bekannt – er lebte im 3. Jahrhundert vor Christus. Weil alle seine Werke verschollen sind, sind seine Gedanken leider nur indirekt überliefert.

Um das Jahr 500 ging der indische Astronom Aryabhata von einer still stehenden Sonne aus, um die eine sich drehende Erde läuft – wie die übrigen Planeten. Doch anders als bei Kopernikus, gerieten die Ideen von Aryabhata, Aristarch und einigen anderen bald wieder in Vergessenheit.

Kopernikus verdankt seinen Ruhm auch seinen Nachfolgern: Erst einige Jahrzehnte nach seinem Tod verhalfen Galileo Galilei, Tycho Brahe und Johannes Kepler ihm und dem neuen Weltbild zum Durchbruch.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk