
Zum Auftakt des traditionellen Pfingsttreffens wird am Brünner Hauptbahnhof der Opfer der Shoah gedacht. Die Veranstaltung findet erstmals in Tschechien statt. Rechte Politiker wollten dies bis zuletzt verhindern. Das Parlament in Prag verabschiedete mit den Stimmen der rechten Regierungsparteien symbolisch einen Antrag, der sich gegen die Veranstaltung aussprach. Staatspräsident Pavel, die katholische Landeskirche und die proeuropäische Opposition in Tschechen befürworteten hingegen die Austragung des Sudetendeutschen Tags.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung wurden rund drei Millionen Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben; viele ließen sich in Westdeutschland nieder. Die Beziehungen zwischen Sudetendeutschen und Tschechen waren in den folgenden Jahrzehnten stark belastet, verbesserten sich aber zuletzt.
Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
