Mittelmeer
80 Migranten vor libyscher Küste vermisst

Nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der libyschen Küste gelten noch mehr als 80 Migranten als vermisst.

    Rettungsmanöver des privaten Seenotrettungschiffes Sea Watch 3 im Mittelmeer am 19. Januar 2019
    Gerettete Migranten bei einem früheren Manöver der Organisation Sea-Watch (Archivbild) (AFP / Federico Scoppa)
    Nach UNO-Angaben wurden 32 Schiffbrüchige von anderen Schiffen gerettet und von der italienischen Küstenwache auf die Insel Lampedusa gebracht. Zudem seien zwei Leichen geborgen worden. Das Boot war am Ostersonntag mit rund 120 Menschen an Bord in der nordwestlibyschen Stadt Tajoura in See gestochen.
    Die zivile Seenotrettungsorganisation Sea-Watch beklagte die Festsetzung eines ihrer Schiffe durch die italienischen Behörden. Wie lange die "Aurora" beschlagnahmt bleibe, werde noch entschieden. Der Organisation droht nach eigenen Angaben eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro.
    Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.