
Nach Angaben der zuständigen UNO-Organisation IOM wurden 32 Schiffbrüchige von anderen Schiffen gerettet und von der italienischen Küstenwache auf die Insel Lampedusa gebracht. Zudem seien zwei Leichen geborgen worden. Das Boot war am Ostersonntag mit rund 120 Menschen an Bord in der nordwestlibyschen Stadt Tajoura in See gestochen.
Wie die IOM heute außerdem mitteilte, sind in den vergangenen zehn Tagen mehr als 180 Migranten auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen. Seit Jahresbeginn gelten mindestens 990 Menschen als tot oder vermisst. Laut IOM handelt es sich um einen der Zeiträume mit den meisten Todesfällen seit Beginn der Aufzeichnungen vor zwölf Jahren.
Unterdessen beklagte die deutsche zivile Seenotrettungsorganisation Sea-Watch die Festsetzung eines ihrer Schiffe durch die italienischen Behörden. Wie lange die "Aurora" beschlagnahmt bleibe, werde noch entschieden. Der Organisation droht nach eigenen Angaben eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro. Konkret werde Sea-Watch vorgeworfen, die libyschen Behörden nicht über einen Rettungseinsatz informiert zu haben.
Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
