
Demnach wurden seit den 50er Jahren mindestens 921 Personen Opfer sexuellen Missbrauchs. Das Forschungsteam der Universität Zürich identifizierte zudem 510 Beschuldigte, fast alle davon Männer. Die Opfer waren in 39 Prozent der Fälle weiblich und in 56 Prozent männlich; bei den übrigen war das Geschlecht in den Akten nicht eindeutig festzustellen. Ein Großteil der Opfer war minderjährig. Die Fälle reichten demnach von "problematischen Grenzüberschreitungen" bis hin zu schwersten, systematischen Missbräuchen, die über Jahre hinweg andauerten. Die Forscher gehen davon aus, dass die gemeldeten Fälle nur einen Bruchteil des tatsächlichen Missbrauchs abbilden.
Den Auftrag für die Studie hatten mehrere kirchliche Organisationen gegeben, darunter die Schweizer Bischofskonferenz.
Diese Nachricht wurde am 12.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
