Gegen Repression und Extremismus
Aachener Friedenspreis für Initiative aus dem Iran und Eheepaar aus Mecklenburg-Vorpommern

Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an die studentische Plattform "Amirkabir Newsletter" aus dem Iran. Ausgezeichnet werden außerdem Horst und Birgit Lohmeyer für ihr Festival gegen Rechtsextremismus "Jamel rockt den Förster".

    Horst und Birgit Lohmeyer vor dem Pyramiden-Denkmal, das aus den Kanthölzern ihrer Scheune errichtet wurde, die einer Brandstiftung zum Opfer fiel.
    Die Organisatoren des Musikfestivals "Jamel rockt den Förster": Horst und Birgit Lohmeyer (Deutschlandradio / Sabine Adler)
    Das Ehepaar aus Mecklenburg organisiere ihre Veranstaltung seit 18 Jahren trotz Bedrohungen und Angriffen, teilte der Verein Aachener Friedenspreis zur Begründung mit. Das Dorf Jamel in der Gemeinde Gägelow mit weniger als 40 Bewohnern gilt seit Anfang der 1990 Jahre als Hochburg der Neonazi-Szene.
    Die iranische Initiative "Amirkabir Newsletter" vernetzt Proteste und dokumentiert Repressionen gegen Studenten und Lehrende an iranischen Hochschulen. Der mit jeweils 2.000 Euro dotierte Preis wird am Antikriegstag, dem 1. September, in Aachen verliehen.
    Der Aachener Friedenspreis würdigt seit 1988 jährlich Einzelpersonen oder Gruppen, die an der Basis für Frieden und Verständigung arbeiten. Geehrt werden laut Verein vor allem noch unbekannte Projekte oder Personen, um ihnen neben dem Preisgeld auch öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.