Spaniens Parlament
Abgeordnete dürfen nun auch Reden in regionalen Sprachen halten

Im spanischen Parlament dürfen die Abgeordneten künftig auch Katalanisch, Baskisch oder Galizisch sprechen.

20.09.2023
    Blick in das spanische Parlament aus der Vogelperspektive
    Blick in das spanische Parlament (Archivbild) (dpa/Juan Carlos Hidalgo)
    Das Zugeständnis hatte die aus Katalonien stammende Separatistenpartei "Junts per Cat" für ihre Unterstützung von Ministerpräsident Sánchez durchgesetzt. Dieser ist seit der Parlamentswahl vom Juli auf die Hilfe mehrerer teils auch kleinerer Regionalparteien angewiesen, um weiterhin im Amt bleiben zu können. Mit Hilfe der "Junts per Cat"-Abgeordneten war bereits die Kandidatin von Sanchez sozialistischer Partei PSOE, Armengol, ins Amt der Parlamentspräsidentin gewählt worden. Das auch als Kastilisch bekannte Spanisch ist zwar die offizielle Sprache Spaniens. Katalanisch, Baskisch und Galizisch gelten aber als Ko-Amtssprachen.
    Sie werden in den Regionen Katalonien im Nordosten, im Baskenland im Norden und in Galizien im Nordwesten in der Schule gelehrt sowie in der Verwaltung und den Regionalparlamenten genutzt.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.