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Linke gewinnt in Berlin - Grüne wollen mitregieren - BSW wohl unter fünf Prozent

+++ Die Linke hat die Wahl in Berlin laut Hochrechnungen gewonnen. +++ Der Präsident des Zentralrats der Juden, Schuster, hat SPD und Grüne aufgefordert, der Linken nicht zu einer Regierungsmehrheit zu verhelfen. +++ Das BSW hat den Einzug ins Abgeordnetenhaus wohl verpasst. +++

    Elif Eralp hält ein Mikrofon in der rechten Hand und grüßt mit der linken ins Publikum auf der Wahlparty der Linken im Festsaal Kreuzberg.
    Die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp nach dem Sieg ihrer Partei bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin (dpa / Sebastian Gollnow)

    +++ Neue ARD-Hochrechnung: BSW nicht im Abgeordnetenhaus

    Laut der neuen Hochrechnung von infratest dimap für die ARD kommt das BSW nur noch auf 4,8 Prozent und würde damit den Einzug in das Abgeordnetenhaus verpassen. Damit hätten rechnerisch auch CDU, Grüne und SPD eine Regierungsmehrheit.

    +++ Hochrechnungen von 23 Uhr

    Linke: 25,6 Prozent - CDU: 18,9 - AfD 16,1 - Grüne: 14,3 - SPD: 12,1 - BSW 4,7 - FDP: 2,6 Prozent

    +++ Linken-Bundesvorsitzende Schwerdtner: "Wahnsinn", dass Bundeskanzler Merz an seiner Reformpolitik festhält

    "Wie kann man sich nach den jüngsten Wahlergebnissen hinstellen und sagen, dass es so weitergeht wie bisher?", fragte Schwerdtner im ZDF. Die Linke werde schon am kommenden Wochenende mit den Gewerkschaften auf die Straße gehen und weiter dagegen demonstrieren.

    +++ Nach Ansicht des Grünen-Spitzenkandidaten Graf muss der Berliner Volksentscheid aus dem Jahr 2021 zur Enteignung großer Wohnungskonzerne nun umgesetzt werden.

    "Wir haben natürlich einen Auftrag, diesen Volksentscheid umzusetzen", sagte Graf. Darauf dringt auch die Linken-Spitzenkandidatin Eralp. Die SPD - der potenzielle dritte Koalitionspartner in einem rot-grün-roten Bündnis - lehnt Enteignungen hingegen ab. Das könnte zu einem Streitpunkt in möglichen Regierungsverhandlungen werden.

    +++ Der Zentralrat der Juden zeigt sich besorgt angesichts des absehbaren Wahlsiegs der Linken in Berlin.

    Die Partei sei im Wahlkampf wiederholt mit antisemitischen Grenzüberschreitungen aufgefallen, erklärte Zentralratspräsident Schuster. Er appelliere an SPD und Grüne, der Partei nicht ins Rote Rathaus zu verhelfen.

    +++ Die Linke hat laut ARD-Hochrechung Stimmen von den Grünen und der SPD gewonnen und vor allem Nichtwähler mobilisiert.

    Zudem hätten überdurchschnittlich viele junge Menschen die Linke gewählt, heißt es bei infratest-dimap.

    +++ Grünen-Parteichef Banaszak knüpft Gespräche mit Linken an ein "klares Statement gegen Antisemitismus".

    Banaszak erklärte im ARD-Fernsehen, man strebe Gespräche mit Linken und SPD an, zeige sich aber insgesamt gesprächsbereit. Mit Blick auf Wahlgewinner Linke sagte er, man erwarte eine klare Haltung gegen Antisemitismus.

    +++ CDU-Spitzenkandidat Evers spricht von "gemischten Gefühlen".

    Evers erklärte auf der Wahlparty seiner Party, das Ergebnis in Berlin sei kein Grund zur Freude. Die CDU habe sich aber erfolgreich gegen einen Abwärtstrend gestemmt. Für die Ausgangslage sei es ein ordentliches Ergebnis.

    +++ AfD-Spitzenkandidatin Brinker: "Werden wichtige Rolle in der Opposition spielen"

    Brinker sagte im ARD-Fernsehen, man könne künftig viele Themen auf die Tagesordnung zu bringen.

    +++ Kanzler Merz hält CDU-Abschneiden in Berlin für "ordentlich".

    Merz trat nach der Sitzung des Parteipräsidiums vor die Presse. Er betonte, die Regierung werde an ihren Reformvorhaben festhalten.

    +++ SPD-Spitzenkandidat Krach: "Katastrophales Ergebnis"

    Krach räumte eine deutliche Niederlage der Sozialdemokraten ein. Er sprach von einer Zäsur für die Partei. Man habe es nicht geschafft, die Menschen in Berlin zu erreichen.
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    Den Liveblog zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern gibt es hier.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.