
Laut Daten des Umweltinstituts "Imazon" wurden von Januar bis März dieses Jahres rund 348 Quadratkilometer Wald neu gerodet. Das sind etwa 17 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Daten basieren auf hochauflösenden Satellitenbildern. Sie werden als präziser angesehen als jene Daten, die vom staatlichen brasilianischen Klimainstitut Inpe veröffentlicht werden.
Über mehrere Monate betrachtet fällt der Rückgang noch deutlicher aus. Zwischen August 2025 und März 2026 wurden insgesamt rund 1.460 Quadratkilometer neu abgeholzt. Das entspricht einem Rückgang von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
"Besorgniserregende Entwicklung im März"
Gleichzeitig verweisen Experten auf eine besorgniserregende Entwicklung im März. Allein in diesem Monat nahm die Abholzung um 17 Prozent zu. Imazon wertet dies als Warnsignal und fordert verstärkte Kontrollen durch staatliche Behörden.
Nachdem die Abholzung in Brasilien während der Amtszeit des früheren Präsidenten Bolsonaro deutlich gestiegen war, ist sie seit dem Amtsantritt von Präsident Lula da Silva Anfang 2023 wieder rückläufig. Experten betonen jedoch, dass dieser positive Trend nicht als dauerhaft gesichert gilt.
Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
