Studien
Abnehmspritzen wie Ozempic erhöhen Wahrscheinlichkeit für ungeplante Schwangerschaft

Medikamente wie Ozempic und WeGovy waren ursprünglich für Diabetes-Kranke gedacht, werden aber immer häufiger auch zur Behandlung von Adipositas eingesetzt. Neue Untersuchungen aus den USA zeigen: Durch die Nutzung der sogenannten Abnehmspritzen kann sich die Fruchtbarkeit von Frauen verändern.

    Eine Frau wird per Ultrascahll untersucht.
    Untersuchungen aus den USA zeigen: Medikamente wie Ozempic oder Wegovy können zu ungeplanten Schwangerschaften führen. (Imago / Addictive Stock / Retamosa Stock)
    Demzufolge beeinflusst eine Therapie mit Medikamenten wie Ozempic den weiblichen Zyklus und kann dazu führen, dass die Patientinnen ungeplant schwanger werden.
    Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) appelliert angesichts der Studienergebnisse in einer Stellungnahme an Patientinnen, sich frühzeitig über mögliche Komplikationen aufklären zu lassen. Die behandelnden Ärzte stünden hier in der Pflicht.
    Viele stark übergewichtige Frauen unterschätzen laut DDG die Auswirkungen der Therapie auf ihren Zyklus. Deshalb sei für Frauen ohne Kinderwunsch eine sichere Verhütung besonders wichtig.

    Schwangerschaft durch Ozempic? Forscher warnen

    Zugleich bieten die Medikamente für adipöse Frauen, die Kinder haben möchten, eine neue Option. Denn deren Chancen auf eine Schwangerschaft könnten sich den Studien zufolge verbessern.
    Die Risiken für den Fötus seien allerdings nicht ausreichend erforscht, warnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Frauen mit einem Kinderwunsch, die zugleich auf Ozempic oder Wegovy zurückgreifen, sollten sich daher frühzeitig ärztlich beraten zu lassen.
    Diese Nachricht wurde am 12.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.