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Abschaffung der Montagsspiele in der Bundesliga"Eine Win-win-Situation"

Die ungeliebten Montagsspiele in der 1. Liga werden wieder abgeschafft. Fans hatten sich seit der Einführung immer wieder dagegen protestiert. "Auf Seiten von Vereinen und Verbänden hat man Angst, sich noch mehr mit den Fans und Zuschauern anzulegen", sagt der Fußballfan und Filmemacher Marc Quambusch im Dlf.

Marc Quambusch im Gespräch mit Marina Schweizer | 24.11.2018

Fan-Protest gegen Montagsspiele beim Bundesligaspiel Werder Bremen gegen den FC Köln am 12.03.2018.
Fan-Protest gegen Montagsspiele beim Bundesligaspiel Werder Bremen gegen den FC Köln am 12.03.2018. (imago sportfotodienst)
"Die Fans haben relativ viel Druck auf die Vereine gemacht, der war dann am Ende eben zu groß und man konnte an den Montagsspielen nicht mehr festhalten", sagt Marc Quambusch im Deutschlandfunk. In den Vereinen hätten die Verantwortlichen endlich erkannt, dass "ein Ende der Fahnenstange, was die Geduld der Fans betrifft, langsam erreicht ist".
Marc Quambusch
Marc Quambusch (Julia Löwe)
Die Mobilisierungsbereitschaft der Fans sei sehr hoch und deren Begeisterung für die Bundesliga sei weg: "Auf Seiten von Vereinen und Verbänden hat man Angst, sich noch mehr mit den Fans und Zuschauern anzulegen", so Quambusch. Letztendlich sei die Entscheidung eine Win-win-Situation, da die Montagsspiele niemandem etwas gebracht hätten.
Generell sei es ein gutes Zeichen für die Fans: "Es ist wichtig, dass das Engagement von Fans etwas bringt. Wie ja eigentlich jedes politische Engagement zu einem Ergebnis führt, wenn man sich gut organisiert und solidarisiert", meint Marc Quambusch. Politische Partizipation sei immer ein wichtiges Instrument: "Das betrifft den Fußball genauso, wie es den Rest der Gesellschaft betrifft."