
Der katholische Abt Nikodemus Schnabel aus Jerusalem sagte im Deutschlandfunk, man erlebe eine "Enttabuisierung von Christenhass". Leute, die ihn als Mönch früher angespuckt hätten, seien heute in der Regierung. 2015 hätten jüdische Extremisten einen Brandanschlag auf das Kloster Tabqa verübt, erklärte er. Verteidigt habe sie der Rechtsanwalt Itamar Ben-Gvir. Inzwischen sei dieser Mann, der sich vor Gericht als - Zitat - "notorischer Christenhasser" gebärdet habe, Minister für nationale Sicherheit. Schnabel forderte die Bundesregierung auf, die Sorgen der Christen beim heutigen Besuch von Außenminister Saar in Berlin offen anzusprechen. Dem Ministerpräsidenten Netanjahu warf Schnabel vor, sich nicht ausreichend solidarisch zu zeigen.
Vor einigen Tagen war in Jerusalem eine französische Nonne am helllichten Tag von einem Mann zu Boden geworfen und getreten worden. Der Sender N12 veröffentlichte ein Videodavon. Christen beklagen schon seit Längerem ein zunehmendes Klima der Angst in Israel.
Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
