Nahost
Acht muslimische Staaten verurteilen Israels neues Todesstrafen-Gesetz

Acht muslimisch geprägte Staaten haben Israels neues Gesetz zur Ausweitung der Todesstrafe verurteilt.

    Im Plenarsaal der Knesset steht Polizeiminister Ben-Gvir und hält eine Flasche Sekt in die Höhe. Er ist umringt von mehreren Abgeordneten, die in die Hände klatschen.
    Die Entscheidung der Abgeordneten, die Todesstrafe in Israel auszuweiten, stößt auf viel Kritik. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Itay Cohen)
    Pakistan, die Türkei, Ägypten, Indonesien, Jordanien, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate veröffentlichten in Islamabad eine gemeinsame Erklärung. Sie mahnten Israel, weitere Schritte zu unterlassen, die die Lage vor Ort verschärfen könnten. Das indonesische Außenministerium sprach von einer schweren Verletzung der internationalen Menschenrechte.
    Das israelische Parlament hatte das Gesetz am Montag verabschiedet. Es bedeutet unter anderem, dass für Palästinenser im besetzten Westjordanland die Todesstrafe zum Regelfall wird, wenn ein Tötungsdelikt von israelischen Militärgerichten als "terroristischer Akt" eingestuft wird.
    Kritik kam auch von der UNO und der EU. In Israel reichten Bürgerrechtler Klage beim Obersten Gerichtshof ein.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.