Fußball-WM
Ägypten legt Beschwerde gegen Schiedsrichter nach Aus gegen Argentinien ein

Der ägyptische Fußball-Verband hat nach der 2:3-Niederlage gegen Argentinien im WM-Achtelfinale Beschwerde gegen den französischen Schiedsrichter und seine Assistenten eingelegt.

    Marwan Attia (Ägypten, #19) im Zweikampf mit Lionel Messi (Argentinien, #10) im Achtelfinale der Fußball-WM
    Ägypten ist gegen Argentinien ausgeschieden. (picture alliance/Eibner-Pressefoto/Scott Coleman)
    Das sagte Verbandspräsident Abo Rida nach dem Spiel. Als Gründe für die Beschwerde nannte er neben "eklatanten Schiedsrichterfehlern" auch eine "offensichtliche Doppelmoral". Direkt vor dem Siegtreffer der Südamerikaner hatte der Argentinier Alexis Mac Allister den Ägypter Hamdi Fathi im argentinischen Strafraum am Trikot gezogen. Die Ägypter forderten Elfmeter, Schiedsrichter Letexier ließ weiterspielen. Auch Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan hatte kurz nach dem Spiel von einer Ungerechtigkeit gesprochen. "Vielleicht wollte man den Weltmeister im Wettbewerb behalten. Vielleicht wollte man, dass Messi weiter im Rennen bleibt", sagte er in einem Fernsehinterview.
    Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich sah zumindest ein Ungleichgewicht, "alle strittigen Entscheidungen sind gegen Ägypten getroffen worden. Die negativen Emotionen sind nachvollziehbar", sagte er bei MagentaTV.
    Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.