
Während dieser Zeit sollten vier Geiseln im Gazastreifen freigelassen werden, sagte der ägyptische Präsident al-Sisi in Kairo. Der Vorschlag sehe auch die Freilassung palästinensischer Gefangener vor. Zudem solle humanitäre Hilfe in den Gazastreifen geliefert werden.
Ägypten gehört neben den USA und Katar zu den Vermittlern im Gaza-Krieg. Israel und die Hamas reagierten noch nicht auf den ägyptischen Vorschlag. Al-Sisi sagte, sobald die Waffenruhe begonnen habe, könnten die Verhandlungen für einen dauerhaften Waffenstillstand weitergehen. Seit vergangenem November hat es keine Waffenruhe im Gaza-Krieg gegeben.
In Katar wollten heute zudem der Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Barnea, und weitere Vertreter Israels mit Vertretern des Gastgeberlandes sowie der beiden anderen Vermittlerstaaten Ägypten und USA zusammenkommen. Es sind die ersten Gespräche nach einer mehrwöchigen Pause. Die bisherigen Verhandlungen hatten keine Annäherung gebracht. US-Außenminister Blinken erklärte, der Tod des Hamas-Führers Sinwars erzeuge womöglich eine Gelegenheit, um voranzukommen und eine Einigung zu beschließen. Die Hamas beharrt bislang auf ihren bisherigen Positionen, darunter die Forderung nach einem vollständigen Abzug israelischer Truppen aus dem Gazastreifen. Dies lehnt Israel ab.
Bei israelischen Militäreinsätzen im Gazastreifen wurden heute nach palästinensischen Angaben mindestens 33 Menschen getötet. Das israelische Militär erklärte, es habe Extremisten angegriffen.
Diese Nachricht wurde am 27.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
