
Das Kunstwerk gehörte wahrscheinlich zu einem Brettspiel und wurde 1796 in einem Fjord in Norwegen gefunden. Anschließend wurde es im Archiv des Dänischen Nationalmuseum verstaut, dort vergessen und jetzt wiederentdeckt.
Museumsdirektor Peter Pentz sagte der Nachrichtenagentur AFP, das gepflegte Haar der Figur zeige, dass Wikinger nicht wild oder unzivilisiert gewesen seien, wie oft angenommen werde. Vielmehr sei schönes Haar im 10. Jahrhundert ein Zeichen von Reichtum und Status gewesen, der dargestellte Wikinger habe in der sozialen Hierarchie also offenbar weit oben gestanden. Er könnte sogar Harald Blauzahn selbst gewesen sein, König von Dänemark und Norwegen.
Für die Wikingerzeit sind Tiermotive üblich, Portraits von Menschen aus der Zeit sind selten. "Dieser kleine Mann ist wirklich besonders", sagte Pentz. Die feine Schnitzerei unterscheide sich von anderen Darstellungen von Wikingern wie zum Beispiel auf Münzen. Bei diesen Abbildungen gebe es wenige oder keine Details.
Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.