Demokratische Republik Kongo
Ärzte ohne Grenzen verlangt besseren Schutz der Krankenhäuser

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen drängt nach der Eskalation der Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo auf den Schutz von Krankenhäusern und auf humanitäre Korridore zur Versorgung der Zivilbevölkerung.

    Menschen auf voll beladenen Motorrädern fahren aus Goma weg.
    Die Kämpfe in der Millionenstadt Goma haben viele Menschen in die Flucht geschlagen. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Moses Sawasawa)
    Man appelliere an alle Konfliktparteien, die Zivilisten und medizinische Einrichtungen zu schützen, sagte der Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, Kratzer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ihm zufolge haben Tausende Menschen außerhalb Gomas Schutz in Einrichtungen von Ärzte ohne Grenzen gesucht; insgesamt seien Hunderttausende auf der Flucht.
    Die Ostafrikanische Staatengemeinschaft EAC forderte in einer Erklärung einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand im Osten Kongos. Außerdem riefen die Mitgliedstaaten die kongolesische Regierung auf, direkte Gespräche mit den M23-Rebellen aufzunehmen, die die Stadt Goma eingenommen haben. Der kongolesische Präsident Tshisekedi hatte seine virtuelle Teilnahme an dem Krisentreffen der EAC abgesagt.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.