Nach Ende des Assad-Regimes
Ärzte- und Pflegeverbände befürchten Versorgungslücken bei Ausreise syrischer Fachkräfte

Ärzte- und Pflegeverbände warnen angesichts der möglichen Rückkehr von syrischen Fachkräften in ihre Heimat vor Versorgungslücken.

    Eine Pflegekraft in blauer Pflegekleidung schiebt eine Person in einem Rollstuhl.
    Abwanderung syrischer Fachkräfte in der Gesundheitsbranche befürchtet (IMAGO / BildFunkMV)
    Der Präsident des Verbandes leitender Krankenhausärztinnen und -ärzte, Weber, sagte der "Bild"-Zeitung, in ländlichen Regionen hielten syrische Ärzte die Versorgung in Krankenhäusern aufrecht. Ohne sie werde es eng. Es sei damit zu rechnen, dass ein substanzieller Anteil der mehr als 5.000 syrischen Mediziner in Krankenhäusern in ihr Heimatland zurückkehre. Ähnlich äußerte sich die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Johna. Nach Angaben des Arbeitgeberverbandes Pflege arbeiten auch in jeder zehnten Altenpflegeeinrichtung Syrer. Verbandsgeschäftsführerin Halletz erklärte ebenfalls in der "Bild"-Zeitung, eine Rückkehr dieser Fach- und Arbeitskräfte würde einen schweren Schlag für die Altenpflege bedeuten. Kleinere Einrichtungen würden dann sogar vor dem Aus stehen.

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    Diese Nachricht wurde am 13.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.