Hitzeaktionstag
Ärztepräsident und WHO fordern mehr Schutz gegen Hitze

Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, sieht die Städte und Kommunen nicht ausreichend auf die zunehmende Extremhitze im Sommer vorbereitet.

    Eine amtliche Warnung vor Hitze steht auf einer digitalen Werbetafel an einer Straßenkreuzung in einer Innenstadt.
    Der Ärztepräsident und die WHO warnen vor unzureichender Vorbereitung auf Extremhitze (Archivbild). (picture alliance / Jochen Tack)
    Die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad habe sich in den vergangenen Jahren verdreifacht, sagte Reinhardt im Deutschlandfunk. Die Kommunen müssten Pläne erarbeiten, um Menschen mit Vorerkrankungen, Kleinkinder sowie Menschen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern besser zu schützen. Bei Neubauten oder Renovierungen bestehender Krankenhäuser etwa sollten klimatisierte Räume berücksichtigt werden, forderte der Mediziner anlässlich des Hitzeaktionstages.
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe verwies darauf, dass gerade Menschen, die auf der Straße lebten, der Hitze oft schutzlos ausgeliefert seien. Hier brauche es bundesweit dauerhaft finanzierte Konzepte.
    Die Weltgesundheitsorganisation rief die europäischen Staaten auf, den Hitzeschutz auszuweiten. Europa erwärme sich schneller als jeder andere Kontinent. Allein in den vergangenen vier Jahren seien mehr als 200.000 Menschen infolge von Hitze gestorben.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.