Marburger Bund
Ärzteverband fordert Verkaufsstopp von hochprozentigem Alkohol in Supermärkten und am Kiosk

Der Ärzteverband Marburger Bund hat sich dafür ausgesprochen, den Verkauf von hochprozentigem Alkohol in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken zu verbieten. Der Verband forderte auf seiner Hauptversammlung in Hannover lizenzierte Stellen, auf die sich der Verkauf starker alkoholischer Getränke beschränken soll.

    Ein Regal in einem Supermarkt. Darin stehen Flaschen mit Schnaps.
    Der Marburger Bund fordert einen Verkaufsstopp von hochprozentigem Alkohol unter anderem in Supermärkten. (IMAGO / photothek / IMAGO / Ute Grabowsky / photothek.de)
    Zur Begründung heißt es, Alkoholkonsum gehöre zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Besonders junge Menschen müssten daher besser geschützt und der Zugang deutlich strenger geregelt werden. Internationale Erfahrungen zeigten, dass höhere Altersgrenzen und strengere Verkaufsregulierungen den Alkoholkonsum deutlich senken würden und insbesondere Jugendliche wirksam schützen könnten, erklärte der Ärzteverband. Er forderte zudem Aufklärungskampagnen, die Stärkung der Suchtprävention in Schulen und den Ausbau niedrigschwelliger Beratungsangebote.
    Der Marburger Bund unterstützt Pläne des Bundesfamilienministeriums, das sogenannte begleitete Trinken für Jugendliche abzuschaffen. Bislang ist es als Ausnahme erlaubt, Bier, Wein und Sekt auch an 14-Jährige zu verkaufen, solange die Eltern dabei sind.
    Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.