
Der sächsische AfD-Politiker Chrupalla erhielt 70,05 Prozent der Stimmen, womit sein Wahlergebnis schwächer ausfiel als vor zwei Jahren. Damals war Chrupalla noch mit 82,7 Prozent wiedergewählt worden. Die Kovorsitzende Weidel erhielt bei der Abstimmung in Erfurt 81,3 Prozent - und hielt damit in etwa ihr vorangegangenes Ergebnis von 79,8 Prozent. In der vorangegangenen Debatte hatte die Parteiführung eine mögliche Kontroverse um die Öffnung gegenüber Rechtsextremen verhindert. Ein vom Thüringer AfD-Landeschef Höcke unterstützter Antrag wurde kurzfristig zurückgezogen und wird daher nicht mehr auf dem Parteitag behandelt.
Trotz großangelegter Protestaktionen erreichten fast alle der 600 Delegierten den Parteitag pünktlich. Demonstranten blockierten mehrere Zufahrtswege zum Erfurter Messegelände, darunter eine Autobahn und Bundesstraßen sowie Straßenbahngleise. Die Polizei sprach von 20.000 Teilnehmern. Insgesamt werden zu den mehr als 30 geplanten Kundgebungen rund 50.000 Gegner der AfD erwartet.
Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
