Vorwurf der Vetternwirtschaft
AfD-Fraktionsvize muss Personalverantwortung abgeben

Die Vetternwirtschaftkontroverse hat Konsequenzen für den AfD-Spitzenpolitiker Keuter.

    Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Keuter steht im Bundestag, hebt seinen Finger und redet. Er trägt einen bunt-karierten Anzug.
    Stefan Keuter ist seit 2013 Mitglied der AfD. (IMAGO / dts Nachrichtenagentur / IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
    Im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe von Parlamentsjobs muss der AfD-Fraktionsvize seine Verantwortung als Personalchef abgeben. Der AfD-Parteivorstand habe die Zuständigkeit von Keuter auf seinen Parteikollegen Felser übertragen, teilte die Fraktion mit. AfD-Chefin Weidel hatte Keuter zuvor aufgefordert, mindestens einen Posten abzugeben. Sein Amt als Fraktionsvize könnte er demnach behalten.
    Keuter hatte Medienberichten zufolge seine Freundin in seinem Bundestagsbüro beschäftigt. Gegenüber dem "Tagesspiegel" wies der AfD-Politiker die Vorwürfe zurück, da die Mitarbeiterin keine Verwandte ersten Grades sei.
    Laut Bundestagsverwaltung dürfen Abgeordnete ihre Familienangehörigen und Ehepartner nicht auf Kosten der Steuerzahler anstellen. Dies gelte nicht für Liebespaare.
    Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.