
Auf dem zweitägigen Treffen soll unter anderem ein Antrag des Thüringer Landeschefs Höcke diskutiert werden, der die Partei weiter für Rechtsextreme öffnen könnte. Die Bundesvorsitzenden Weidel und Chrupalla stellen sich zur Wiederwahl. Der überwiegende Teil der rund 600 Delegierten erreichte laut Berichten rechtzeitig die Versammlungsstätte auf dem Erfurter Messegelände.
Bereits am frühen Morgen blockierten zahlreiche Demonstranten mehrere Zufahrtswege, darunter eine Autobahn und Bundesstraßen sowie Straßenbahngleise. Die Polizei sprach von 20.000 Teilnehmern. Insgesamt werden zu den mehr als 30 geplanten Kundgebungen rund 50.000 Gegner der AfD erwartet.
Die Thüringer Grünen-Politikerin und frühere Bundestags-Vizepräsidentin Göring-Eckardt sagte im Deutschlandfunk, die Proteste seien legitim und geboten. Termin und Ort des Treffens auf den Tag genau 100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag im benachbarten Weimar seien nicht zufällig gewählt, und man könne nicht so tun, als ob dies ein ganz normaler Vorgang wäre.
Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
