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Riesa
AfD-Parteitag wählt Vorsitzende Weidel zur Kanzlerkandidatin - heftige Proteste gegen Parteitag

Die frisch gewählte Kanzlerkandidatin der AfD, Weidel, hat auf dem Bundesparteitag geschlossene Grenzen versprochen.

    Mehrere Politiker der AfD sitzen beim Bundesparteitag in Riese. In der Mitte die Co-Vorsitzende Alice Weidel.
    Alice Weidel (M), Co-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin der AfD, beim Parteitag in Riesa. (IMAGO / Revierfoto / IMAGO / Revierfoto)
    Weidel sagte im sächsischen Riesa, man müsse die Botschaft in die Welt senden: "Die deutschen Grenzen sind dicht." Außerdem werde es Rückführungen in großem Stil geben, versprach Weidel, die auch den umstrittenen Begriff "Remigration" verwendete. Die 600 Delegierten hatten Weidel zuvor per Akklamation zur Kanzlerkandidatin bestimmt. Es ist das erste Mal, dass die AfD eine eigene Bewerberin für das Kanzleramt aufstellt. Der Ko-Vorsitzende Chrupalla erklärte, die Partei wolle bei der Bundestagswahl im Februar die 20-Prozent-Marke hinter sich lassen.
    Der Parteitag hatte mit mehr als zwei Stunden Verspätung begonnen, weil Gegendemonstranten Zufahrten zum Veranstaltungsort blockierten. Schon heute früh hatte sich in Riesa ein Demonstrationszug gegen Rechtsextremismus formiert; die Polizei sprach von mindestens 8.000 Teilnehmern, die Veranstalter von mehr als 12.000.
    Diese Nachricht wurde am 11.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.