UNICEF
Afghanistan droht wegen frauenfeindlicher Taliban-Herrschaft Verlust ⁠von mehr als ⁠25.000 Lehrerinnen und medizinischen Fachkräften bis 2030

​Afghanistan droht einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks Unicef zufolge bis zum Jahr ‌2030 der Verlust ⁠von mehr als ⁠25.000 Lehrerinnen und medizinischen Fachkräften.

    Zwei in eine blaue Burka gehüllte Frauen gehen über eine Straße in Jalalabad, Afghanistan (21.04.2025)
    Rund einhundert Dekrete haben die Taliban laut den Vereinten Nationen erlassen, die gezielt die Rechte von Frauen einschränken. (AFP / WAKIL KOHSAR)
    Das entspreche etwa 25 Prozent der Arbeitskräfte in ⁠diesen Sektoren im Jahr 2021, heißt es in einem veröffentlichten Bericht. Grund seien die von den herrschenden Taliban verhängten Beschränkungen für die Bildung von Mädchenund die Beschäftigung von Frauen. ⁠Afghanistan könne es sich nicht leisten, künftige Lehrerinnen, Krankenschwestern, Ärztinnen, Hebammen und Sozialarbeiterinnen zu verlieren, die wesentliche Dienstleistungen aufrechterhalten, sagte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine ​Russell. Die militant-islamistischen Taliban hatten nach ihrer Rückkehr an die ‌Macht ‌2021 Frauen von den meisten Arbeitsplätzen im öffentlichen Sektor ausgeschlossen ​und die Schulbildung für Mädchen auf das Alter von zwölf Jahren begrenzt.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.