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Machtübernahme der Taliban
Afghanistan-Untersuchungsausschuss: Scholz mahnt realistische Ziele bei Auslandseinsätzen an

Bundeskanzler Scholz hat sich als Zeuge vor dem Afghanistan-Untersuchungsausschuss des Bundestages geäußert.

    Olaf Scholz (SPD) und Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (v.r.n.l.) im Jahr 2019.
    Olaf Scholz (SPD) und Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (v.r.n.l.) im Jahr 2019. (imago images / Jens Schicke / Jens Schicke via www.imago-images.de)
    Scholz forderte als Lehre aus Afghanistan realistische Ziele für künftige Auslandseinsätze der Bundeswehr. So sei etwa der Aufbau staatlicher Institutionen und Strukturen in Afghanistan nicht besonders gut gelungen. Scholz wurde befragt, weil er zur Zeit des Abzugs der Bundeswehr vor drei Jahren Finanzminister und Vizekanzler der Großen Koalition war. Gehört wurde auch die damalige Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer. Sie drückte ihr Bedauern über die schleppende Aufnahme ehemaliger afghanischer Bundeswehr-Ortskräfte in Deutschland nach der Machtübernahme der Taliban aus.
    Der Ausschuss soll die Umstände der militärischen Evakuierungsaktion aus Kabul im August 2021 aufklären.
    Diese Nachricht wurde am 15.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.