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Afrika-Cup
Äquatorialguinea ersetzt Marokko als Gastgeber

Die Afrika-Meisterschaft im Fußball findet in Äquatorialguinea statt. Dem ursprünglichen Gastgeber Marokko wurde die Rolle des Ausrichters entzogen - das Land hatte beim afrikanischen Verband vergeblich wegen der Ebola-Epidemie auf eine Verlegung des Turniers gedrängt.

14.11.2014

    Ein Fan von Äquatorialguinea in den Straßen von Malabo
    Ein Fan von Äquatorialguinea in den Straßen von Malabo (afp / Alexander Joe)
    Per Twitter teilte der afrikanische Fußballverband CAF mit, das zentralafrikanische Land stehe als neuer Ausrichter des Afrika-Cup 2015 fest.
    FULL STATEMENT: EQUATORIAL GUINEA DESIGNATED HOST COUNTRY OF ORANGE #AFCON 2015 http://t.co/6RodVXHxos pic.twitter.com/tIpkHOZNhK— CAF (@CAF_Online) 14. November 2014
    Drei Tage zuvor war der ursprüngliche Gastgeber Marokko vom Afrika-Cup ausgeschlossen worden, weil es wegen der Ebola-Epidemie in einigen westafrikanischen Ländern auf eine Verlegung des Turnieres um ein Jahr gedrängt hatte. Das kam für den afrikanischen Dachverband aber nicht infrage. Nachdem auch Ghana und Südafrika abgelehnt hatten, findet der Afrika Cup nun in Äquatorialguinea statt, wie geplant von 17. Januar bis 8. Februar.
    Äquatorialguinea eigentlich gesperrt
    Eigentlich war Äquatorialguinea im Juli für das Turnier gesperrt worden, weil die Nationalmannschaft in der ersten Playoff-Runde zur Qualifikation ein nicht spielberechtigtes Mitglied eingesetzt hatte. Dafür war Mauretanien nachgerückt. Die Mannschaft von Äquatorialguinea wird nun aber als Vertreter der Gastgebernation doch an der Finalrunde der letzten 16 teilnehmen.
    Große Ölvorkommen machen das winzige Land am Golf von Guinea in Westafrika statistisch zum reichsten Land des Kontinents. Bei einem Großteil der Bevölkerung kommt von diesem Reichtum allerdings so gut wie nichts an. Auf einer Weltkarte zur Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen ist Äquatorialguinea ein schwarzer Fleck. An der Spitze des Landes steht Präsident Teodoro Obiang Nguema, seit 35 Jahren im Amt, sein Sohn ist Vizepräsident.