Aberkennung für Senegal
Afrika-Cup-Sieg geht nachträglich an Marokko

Der afrikanische Fußballverband CAF hat das von Tumulten überschattete Finale des Afrika-Cups 2025 neu gewertet und Senegal den Titel nachträglich aberkannt.

    Ein Mann wird von anderen Männern auf deren Schultern getragen, sie tragen rote Trikots und jubeln.
    Marokkanische Fans beim Finale des Afrika-Cups. (picture alliance / NurPhoto / Ulrik Pedersen)
    Das teilte der Verband mit.
    Das Berufungsgremium der CAF erklärte die Partie als verloren, das Ergebnis wurde mit 3:0 zugunsten Marokkos gewertet. Bei dem Finale im Januar hatte Marokko kurz vor Abpfiff einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Aus Protest verließen Senegals Spieler vorübergehend den Platz. Nach langer Unterbrechung verschoss Marokko den Elfmeter, Senegal siegte mit 1 zu 0.
    Der marokkanische Verband hatte unmittelbar nach dem Spiel rechtliche Schritte bei CAF angekündigt. Dieser wertete das Verhalten der senegalesischen Spieler nun als Verstoß gegen die Artikel 82 und 84 und gab dem Einspruch statt.
    Der Senegal hatte seinen zweiten Titel nach 2022 gefeiert. Dieser Triumph verliert durch die nachträgliche Wertung seine Gültigkeit, Marokko wird stattdessen erstmals seit 1976 wieder als Afrikameister geführt.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.