Ostkongo
Afrikanische Gesundheitsbehörde kritisiert Reisebeschränkungen nach Ebola-Ausbruch

Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union hat die Verhängung von Einreisebeschränkungen nach dem Ebola-Ausbruch im Ostkongo kritisiert.

    Das Bild zeigt Helfer im Kongo mit Desinfektionsmitteln. Sie sind in weiße Overalls gehüllt, die sie vor dem Virus schützen sollen. In der Hand hält einer eine Spritze, wie man sie von Pflanzenschutzmitteln kennt.
    Helfer im Kongo mit Desinfektionsmitteln (picture alliance / AP Photo / Dirole Lotsima Dieudonne / Dirole Lotsima Dieudonne)
    Der Generalsekretär von Africa CDC, Kaseya, sagte, es sei eine Schande, wie westliche Länder mit afrikanischen Ländern umgingen. Zwar seien gezielte Maßnahmen nötig, nicht aber allgemeine Einschränkungen. Diese träfen die regionale Wirtschaft und schränkten die Reisefreiheit von Millionen Menschen ein - selbst wenn in ihren Ländern noch kein einziger Ebola-Fall gemeldet worden sei.
    Die USA und Kanada hatten mit Einreisesperren für Menschen aus dem Kongo, Uganda und Südsudan auf den Ausbruch reagiert. Im Südsudan wurde bisher kein Fall bestätigt.
    Das US-Außenministerium teilte mit, dass die Vereinigten Staaten weitere 80 Millionen Dollar für den Kampf gegen die Krankheit bereitstellen. Die Hilfe seit Beginn des Ebola-Ausbruchs steige damit auf insgesamt 112 Millionen Dollar.
    Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.