Berufungsprozess
Air France und Airbus nach Unglück von 2009 wegen fahrlässiger Tötung zu Geldstrafe verurteilt

Die Fluggesellschaft Air France und der Flugzeughersteller Airbus tragen eine gemeinsame Verantwortung für den Absturz einer Linienmaschine im Jahr 2009.

    Ein Wrackteil der abgestürzten Air-France-Maschine AF447 wird von einem Rettungsteam der brasilianischen Marine im Atlantik geborgen.
    Air France und Airbus wurden wegen des Flugzeugabsturzes verurteilt. (-- / epa / dpa / --)
    Ein Berufungsgericht in Paris verurteilte die Unternehmen zu einer Geldstrafe von jeweils 225.000 Euro. Beide Unternehmen kündigten an, beim obersten französischen Gericht Berufung einzulegen. Air France sei sich bewusst, dass dies ein ohnehin schon langwieriges Verfahren weiter in die Länge ziehe, teilte ein Sprecher mit. Allerdings sei eine strafrechtliche Haftung von Air France bereits zweimal gerichtlich ausgeschlossen worden.
    Bei dem Absturz des Air-France-Flugs von Rio de Janeiro nach Paris waren alle 228 Menschen an Bord ums Leben gekommen - zu ihnen zählten 28 deutsche Staatsbürger. Die Maschine vom Typ A330 hatte nach Überzeugung des Gerichts missverständliche Meldungen an die Piloten ausgegeben. Diese hätten zudem falsch reagiert, was zu einem Strömungsabriss und in der Folge zum Absturz geführt habe.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.