Nahost
Aktivisten der "Gaza-Hilfsflotte" werfen israelischen Behörden Misshandlungen während Gefangenschaft vor

Aktivisten der selbst ernannten Hilfsflotte für den Gazastreifen haben Missbrauchsvorwürfe gegen israelische Sicherheitskräfte bekräftigt.

    Ein Gaza-Aktivisten zeigt große Hämatome am Rücken.
    Aktivisten präsentierten nach ihrer Rückkehr Verletzungen, die sie nach eigenen Angaben während der Gefangenschaft erlitten haben. (IMAGO / Belga / IMAGO / EMILE WINDAL)
    Die Menschen berichteten nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer von gewaltsamen und sexuellen Übergriffen vor allem an Bord des Schiffes, auf dem sie nach der Festnahme auf dem Mittelmeer untergebracht waren. Dazu gehörten Personen etwa aus Australien, Spanien, Frankreich, Kanada und Deutschland. Die Aktivisten wiesen mehrere Verletzungen auf, wie auch das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte. Ein Sprecher warf den israelischen Behörden unsägliches Verhalten vor.
    Unabhängig überprüfen lassen sich die Vorwürfe derzeit nicht. Die israelischen Behörden haben die Berichte mehrfach zurückgewiesen. Die Aktivisten seien respektvoll behandelt worden und hätten auch Zugang zu medizinischer Versorgung gehabt.
    Zuvor hatte bereits ein Video des israelischen Polizeiministers Ben-Gvir Empörung ausgelöst. Darin ist zu sehen, wie er auf dem Boden liegende und gefesselte Aktivisten verhöhnte.
    Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.