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Aktuelle Forschungen zur BiografiearbeitLebensrückblick als Therapie

„Biografische Erbschaften“ tragen wir alle in uns. Sie können eine Last oder auch eine Quelle sein, die unser Leben bereichert. Die Schrecken der NS-Zeit, Kriegserfahrungen, Flucht und Gewalt prägen nicht nur die unmittelbaren Opfer und Täter. Gefühle wie Ohnmacht und Schuld „vererben“ sich oft unbewusst auch auf die nachfolgenden Generationen.

Von Doris Arp | 30.11.2017

Großmutter, Mutter und Tochter
Erfahrungen werden an die nachfolgenden Generationen weitergegeben (imago)
Ein therapeutisch strukturierter Blick zurück kann traumatisierten Menschen helfen, die Gespenster der eigenen Lebensgeschichte zu erkennen und zu bannen, das belegen zahlreiche aktuelle Studien. Selbst frühe Kindheitstraumata können sich auf eine spätere Schwangerschaft auswirken und bei Neugeborenen zu einem geringeren Gehirnvolumen führen, haben Forschungen ergeben. Jetzt arbeiten Psychologen auch an einer transgenerationalen Perspektive der Biografiearbeit.

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