Mondmission
Alexander Gerst spricht nach Artemis-2-Rückkehr von einer neuen Ära

Der Astronaut Alexander Gerst hat die abgeschlossene Artemis-2-Mission als Beginn einer neuen Ära bezeichnet.

    Der Moment der Wasserung im Pazifik. Die Orion-Kapsel hängt an drei rot-weißen Fallschirmen.
    Der Moment der Wasserung im Pazifik. Die Orion-Kapsel hängt an drei rot-weißen Fallschirmen. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Bill Ingalls)
    Man könne künftig dauerhaft auf dem Mond präsent sein und ihn besser untersuchen als bisher. Dies sei mit Artemis 2 angegangen worden, sagte Gerst im Deutschlandfunk. Es gehe nicht darum, Fahnen auf dem Mond aufzustellen, sondern Gefahren für die Erde wie kosmische Strahlung oder Meteoriten besser einschätzen zu können. Dafür müsse man etwa Meteoritenkrater auf dem Mond genauer analysieren. Außerdem verwies Gerst auf den besonderen Wert der europäischen Beteiligung an der Mission. Falls man wichtige Bauteile beitrage, könne man in Zukunft auch mitfliegen oder beeinflussen, welche Experimente durchgeführt würden.
    Bundesforschungsministerin Bär, CSU, bezeichnete die Mission als Riesenerfolg. Der Weg sei bereitet, dass die Menschheit wieder auf der Mondoberfläche stehe. Sie betonte, ohne Technik aus Deutschland wäre dies nicht möglich gewesen.
    Heute früh wasserte die Raumkapsel planmäßig im Pazifik. Die vier Raumfahrer waren weiter von der Erde entfernt als je ein Mensch zuvor. Die US-Weltraumbehörde NASA strebt für 2028 wieder eine Mondlandung an.
    Diese Nachricht wurde am 11.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.