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AlgerienFranzösische Geisel enthauptet

Ein Mann in Algerien steht neben einem Suchplakat, das den entführten französischen Touristen und die Aufschrift "Reviens" (komme zurück) zeigt. (afp / Jean Christophe Magnenet)
Mit einem Foto-Plakat wird in Algerien nach dem entführten französischen Touristen gesucht. (afp / Jean Christophe Magnenet)

In Algerien haben Extremisten offenbar einen Franzosen getötet. Französische und amerikanische Medien berichten von einem Video, das die Enthauptung des verschleppten Mannes zeigen soll. Frankreichs Präsident François Hollande bestätigte den Tod des 55-jährigen Touristen.

Das Video der Islamistengruppe Dschund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats) soll den Titel "Blutige Botschaft an die französische Regierung" tragen. Darin ist offenbar zu sehen, wie ein 55-jähriger Bergführer von seinen Geiselnehmern enthauptet wird. Frankreichs Präsident François Hollande hat die Ermordung der französischen Geisel bestätigt.

Französische Regierung lehnte Forderungen der Islamisten ab

Der Mann war am Sonntag bei einer Wanderung in der Bergregion Kabylei von Islamisten verschleppt worden, die der Dschihadisten-Organisation "Islamischer Staat" (IS) nahestehen. Am Montagabend drohten sie damit, ihn zu ermorden, sollte Frankreich nicht innerhalb von 24 Stunden mit den Luftangriffen auf den IS im Irak aufhören. Die Regierung erklärte jedoch, dass sie den Forderungen nicht nachgeben werde.

Frankreich hatte sich Ende vergangener Woche als erstes europäisches Land den US-Luftangriffen auf Stellungen des IS im Irak angeschlossen. Am Montag rief der IS zur Ermordung von Bürgern der Länder auf, die sich an der internationalen Koalition gegen die Dschihadisten beteiligen. Explizit nannte der IS dabei Franzosen und US-Bürger.

Auch Geiseln auf den Philippinen mit dem Tod bedroht

Auch auf den Philippinen drohen Islamisten mit der Ermordung zweier deutscher Geiseln. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes hat die Entführung bestätigt. Die auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte Firma Site veröffentlichte ein Bild des deutschen Paares sowie eine Erklärung, die der Extremistengruppe Abu Sayyaf zugeschrieben wurde.

Darin fordert die Gruppe ein Lösegeld von umgerechnet 4,4 Millionen Euro und ein Ende der deutschen Unterstützung des Kampfes gegen die Terrorgruppe "Islamischer Staat" in Syrien und dem Irak. Sollte dies nicht binnen 15 Tagen geschehen, werde eine der Geiseln getötet. Das Auswärtige Amt teilte dazu mit, Drohungen seien "kein geeignetes Mittel, um Einfluss auf unsere Syrien- und Irak-Politik zu nehmen".

(tj/ach)

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