Fußball-WM
Algerien reicht wegen Messis Foulspiel Beschwerde ein

Der algerische Fußballverband hat nach der nicht gegebenen Roten Karte gegen Lionel Messi Beschwerde bei der FIFA "wegen unfairer Schiedsrichterentscheidungen" eingereicht. Das teilte eine Quelle des Verbandes am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit.

    Lionel Messi im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft. Er ballt die Fäuste und lächelt.
    Lionel Messi jubelt nach seinem Tor zum 3:0 gegen Algerien. (Tom Weller / dpa)
    Beim 3:0 des Titelverteidigers zum WM-Auftakt hatte der argentinische Superstar in der 31. Minute Algeriens Kapitän Aissa Mandi ohne Chance auf den Ball mit offener Sohle auf die Wade getreten, durfte aber weiterspielen. Zum Zeitpunkt des Fouls hatte Messi seine Mannschaft schon in Führung geschossen. Im weiteren Verlauf der Begegnung erzielte er zwei weitere Treffer.
    Die Quelle des Verbandes sagte, die Beschwerde betreffe in erster Linie Messis Tackling, das nach allgemeiner Meinung "eine Rote Karte verdient hätte". Außerdem habe es zwei Vorfälle mit Ellbogenstößen gegeben, die einen Platzverweis gerechtfertigt hätte. "Wir können angesichts von Ungerechtigkeiten nicht schweigen", so die Quelle. Auch der Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte nach dem Spiel bei MagentaTV von einer eindeutigen Rote Karte gesprochen.
    Diese Nachricht wurde am 20.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.