US-Forscher
Alkoholsucht: Verschiedene Risikofaktoren für Rückfall verantwortlich

US-Forscher haben im Rahmen einer Studie untersucht, warum Menschen nach längerer Alkoholabstinenz wieder anfangen zu trinken. Ein Rückfall in die Abhängigkeit wird demnach wahrscheinlicher, wenn verschiedene Risikofaktoren zusammen auftreten.

    Viele Flaschen mit Alkohol stehen auf einem Tisch. Eine Hand hält ein Glas Rotwein vorne ins Bild.
    US-Forscher wollten wissen, warum alkoholabhängige Menschen nach einer Abstinenz wieder trinken (Symbolbild). (IMAGO / Daniel Scharinger / IMAGO / Daniel Scharinger)
    Die Wissenschaftler des Massachusetts General Hospital in Boston befragten 50 Menschen. Sie waren länger als ein Jahr trocken, erlitten dann aber wieder einen Rückfall. Die meisten der Studienteilnehmer wurden im Laufe der Zeit nachlässig in Bezug auf ihre Genesung. Sie gingen nicht mehr zu Treffen von Selbsthilfegruppe oder holten sich anderweitig Unterstützung.
    Dazu kamen den Forschenden zufolge psychologische und soziale Faktoren: Die Menschen fühlten sich einsam und sozial isoliert. Sie hielten sich wieder häufiger an Orten auf, wo Alkohol eine Rolle spielt. Es gebe jedoch nicht einen einzigen Auslöser für einen Rückfall, betonen die Wissenschaftler. Verschiedene Faktoren träten meist zusammen auf. Deswegen hat das Team jetzt einen Fragebogen entwickelt, um Risikofaktoren besser zu erkennen.
    Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.