
Die Berufsgenossenschaft Bau und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hatten Beschäftigte aufgerufen, eine Gedenkminute einzulegen. In Deutschland stirbt nach ihren Angaben im Schnitt allein auf Baustellen oder in der Reinigung an jedem vierten Werktag ein Mensch. Im abgelaufenen Jahr seien es 74 gewesen.
Erst vergangene Woche waren bei einem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel vier Menschen ums Leben gekommen. Hauptauslöser dort war eine Schwefelwasserstoffvergiftung.
Neben Arbeitsunfällen gab es 2025 laut BG BAU und IG BAU 400 Todesfälle infolge beruflich bedingter Krankheiten – etwa weil mit Asbest gearbeitet werden musste. Man dürfe gefährliche Arbeitssituationen nicht einfach hinnehmen, appellierten die Organisationen. Arbeitsschutz sei zwar Chefsache, also Aufgabe des Arbeitgebers. Sicherheit entstehe aber nur, wenn auch jeder Einzelne Verantwortung für sich selbst und für die Kollegen übernehme. Viele Unfälle seien vermeidbar.
Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
