
Vier von zehn Familien mit nur einem Elternteil gelten demnach als armutgefährdet. Bei Paarfamilien sind es deutlich weniger. Fast die Hälfte aller Kinder, die in einer Familie mit Bürgergeldbezug aufwachsen, lebt mit nur einem Elternteil zusammen.
Die Zahl der Alleinerziehenden nahm seit 2019 leicht zu und lag 2023 bei rund 1,7 Millionen. Grund für den Anstieg sind zahlreiche geflüchtete Mütter aus der Ukraine mit ihren Kindern. 71 Prozent der alleinerziehenden Mütter und 87 Prozent der alleinerziehenden Väter arbeiten. Zwar sind diese Anteile etwas geringer als bei Elternteilen in Paarfamilien, alleinerziehende Mütter arbeiten allerdings häufiger in Vollzeit als Mütter in Paarfamilien.
Häufige Gründe für die finanziell schwierige Situation von Alleinerziehenden und deren Kindern sind dem Bericht zufolge ausfallende Unterhaltszahlungen. 80 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. Der Bericht stützt sich unter anderem auf Daten des Statistischen Bundesamtes.
Diese Nachricht wurde am 25.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.