Interessenverband
"Allianz pro Schiene" zieht gemischtes Fazit - Pro-Kopf-Investitionen leicht gestiegen

Der Interessenverband "Allianz pro Schiene" zieht eine gemischte Bilanz der Investitionen des Bundes in die Schienen-Infrastruktur.

    Ein Servicemitarbeiter reinigt im Hauptbahnhof die Frontscheibe eines ICE.
    Bei der Bahn sollen nach der EM die Bauarbeiten am Streckennetz beginnen und zu einer Rundumerneuerung führen. (picture alliance / dpa / Andreas Arnold)
    Der Verband erklärte, das leichte Plus von 2023 reiche nicht aus, um die stark gestiegenen Baukosten auszugleichen. Den Angaben zufolge stiegen die Pro-Kopf-Investitionen von 114 auf 115 Euro. Damit steht Deutschland im europäischen Vergleich auf einem der hinteren Plätze. Luxemburg etwa investierte mehr als 500 Euro pro Kopf, gefolgt von der Schweiz mit 477 Euro. "Allianz pro Schiene" betont zugleich, ab dem Haushaltsjahr 2024 werde die Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag eingelöst, erheblich mehr zu investieren. In Deutschland wird mit der Verbindung Frankfurt-Mannheim von heute an erstmals eine der Hauptstrecken monatelang gesperrt und in Stand gesetzt. Derartige Generalsanierungen sind bis 2030 für insgesamt 40 hoch belastete Korridore in Deutschland geplant.
    Bundesverkehrsminister Wissing unterstrich im Deutschlandfunk, die Sanierungen seien darauf zurückzuführen, dass Investitionen in die Infrastruktur jahrzehntelang ausgeblieben seien. Wissing machte seine Amtsvorgänger dafür verantwortlich.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.