" Sobald er wegging, versorgte ich meine Wunden, nahm Schmerzmittel und ruhte mich aus. Sobald er zurückkam, ging es wieder los. Er wurde immer gewalttätiger, band mich an Händen und Füßen fest, in wirklich unbequemen Positionen. Ich fiel fast in Ohnmacht. Er tat mir sehr weh, er klemmte Wäscheklammern auf meine Brustwarzen. Er sprach nicht mehr von Heirat. Und ich wurde zur Illegalen. Da fing er an, mich zu erpressen. Der charmante Prinz hatte sich in eine Kröte verwandelt. Ich wollte meine Familie nicht enttäuschen und habe alles ertragen."
Die Prostituierte, die am Anfang des Dokumentarfilms zu Wort kommt, heißt Adèle. Sie war 21 Jahre alt und stammte aus der Elfenbeinküste. Adèle wurde niedergestochen, als sie im Februar mit dem Filmteam im Pariser Stadtteil Chateau-Rouge verabredet war. Die junge Frau hatte ihren Zuhälter übers Internet kennen gelernt. Doch oft werden Afrikanerinnen auch über die Großfamilie in die Prostitution getrieben, erklärt der Journalist Olivier Enogo:
" Eine Tante, die hier lebt, reist nach Afrika zurück und sagt zu ihren Schwestern, ich habe ein großes Haus, ich bin Französin, ich nehme deine Kinder mit und schicke sie auf die Schule. Manchmal gehen sie tatsächlich in die Schule, aber abends müssen sie die Unkosten erstatten."
In aller Heimlichkeit werden Kinder und junge Frauen verkauft - gelegentlich, um den Strom zu bezahlen, oder in großem Stil, um in Afrika Villen zu bauen. Afrikanische Frisörsalons und Restaurants verwandeln sich am Abend in Kontakthöfe. Chinesische Freier bezahlen für eine Jungfrau bis zu 5000 Euro, weil sie angeblich ewige Jugend bringt. Was die Mädchen und ihre Eltern in Afrika nicht wissen, ist, dass sie in Europa nicht nur für eine schnelle Nummer gefragt sind, sondern für sämtliche Perversionen, die gerne auch gefilmt werden. Amely-James Koh Bela berichtet in ihrem Buch "Die afrikanische Prostitution im Westen", was ihr die betroffenen Frauen erzählt haben, denen sie in 14jähriger Recherche zwischen Trottoirs und Nobelhotels begegnete:
" Es gibt nach wie vor die Vorstellung von der schwarzen Frau, die sehr "heiß" auf Sex sei. Den traditionellen europäischen Prostituierten machen jüngere Frauen Konkurrenz, die 10 Euro nehmen statt 40, die doppelt so lange arbeiten und vorher eine Ausbildung bekommen haben, um Akrobatik zu machen, wie sie in Pornofilmen vorkommen - da fragt der Kunde nicht zweimal. ... Der Kunde hat Geld, er will kein Präservativ, da fragt man die Prostituierte nicht um ihre Meinung, sie macht, was er will, auch wenn er sie an die Decke hängen will. Die Afrikanerinnen machen alles, was die anderen nicht machen."
Die Prostituierten kommen mit dem Flugzeug - und mit einem gültigen Visum. Ohne Komplizen in den Konsulaten sei das nicht möglich, meint Amely-James Koh Bela, denn normale Studenten, die zum Lernen kommen oder Verwandte, die ihre Familie besuchen wollen, bekommen kein Visum. 2002 hob die Polizei sechs afrikanische Prostituiertenringe aus, 2003 waren es doppelt so viele... Sind die Mädchen einmal in Europa, wagen sie es nicht, auszusteigen. Olivier Enogo:
" Sie wurden in Afrika verzaubert - da schneidet man die Nägel und die Haare - und sie machen weiter, weil sie Angst haben, dass der Marabout sich rächen wird, wenn sie aufhören. In Afrika gilt die Zauberei etwas! Von den 120 Mädchen, die wir getroffen haben für den Dokumentarfilm, könnte man leicht 100 von der Prostitution abbringen. Aber sie weigern sich. Sie sagen, ich will gerne aufhören, aber der Marabout hat meine Haare, meine Nägel, und ich werde sterben. Mir hat ein Marabout gesagt, der Dokumentarfilm wird nie fertig, ich würde vorher sterben."
Die Prostituierte, die am Anfang des Dokumentarfilms zu Wort kommt, heißt Adèle. Sie war 21 Jahre alt und stammte aus der Elfenbeinküste. Adèle wurde niedergestochen, als sie im Februar mit dem Filmteam im Pariser Stadtteil Chateau-Rouge verabredet war. Die junge Frau hatte ihren Zuhälter übers Internet kennen gelernt. Doch oft werden Afrikanerinnen auch über die Großfamilie in die Prostitution getrieben, erklärt der Journalist Olivier Enogo:
" Eine Tante, die hier lebt, reist nach Afrika zurück und sagt zu ihren Schwestern, ich habe ein großes Haus, ich bin Französin, ich nehme deine Kinder mit und schicke sie auf die Schule. Manchmal gehen sie tatsächlich in die Schule, aber abends müssen sie die Unkosten erstatten."
In aller Heimlichkeit werden Kinder und junge Frauen verkauft - gelegentlich, um den Strom zu bezahlen, oder in großem Stil, um in Afrika Villen zu bauen. Afrikanische Frisörsalons und Restaurants verwandeln sich am Abend in Kontakthöfe. Chinesische Freier bezahlen für eine Jungfrau bis zu 5000 Euro, weil sie angeblich ewige Jugend bringt. Was die Mädchen und ihre Eltern in Afrika nicht wissen, ist, dass sie in Europa nicht nur für eine schnelle Nummer gefragt sind, sondern für sämtliche Perversionen, die gerne auch gefilmt werden. Amely-James Koh Bela berichtet in ihrem Buch "Die afrikanische Prostitution im Westen", was ihr die betroffenen Frauen erzählt haben, denen sie in 14jähriger Recherche zwischen Trottoirs und Nobelhotels begegnete:
" Es gibt nach wie vor die Vorstellung von der schwarzen Frau, die sehr "heiß" auf Sex sei. Den traditionellen europäischen Prostituierten machen jüngere Frauen Konkurrenz, die 10 Euro nehmen statt 40, die doppelt so lange arbeiten und vorher eine Ausbildung bekommen haben, um Akrobatik zu machen, wie sie in Pornofilmen vorkommen - da fragt der Kunde nicht zweimal. ... Der Kunde hat Geld, er will kein Präservativ, da fragt man die Prostituierte nicht um ihre Meinung, sie macht, was er will, auch wenn er sie an die Decke hängen will. Die Afrikanerinnen machen alles, was die anderen nicht machen."
Die Prostituierten kommen mit dem Flugzeug - und mit einem gültigen Visum. Ohne Komplizen in den Konsulaten sei das nicht möglich, meint Amely-James Koh Bela, denn normale Studenten, die zum Lernen kommen oder Verwandte, die ihre Familie besuchen wollen, bekommen kein Visum. 2002 hob die Polizei sechs afrikanische Prostituiertenringe aus, 2003 waren es doppelt so viele... Sind die Mädchen einmal in Europa, wagen sie es nicht, auszusteigen. Olivier Enogo:
" Sie wurden in Afrika verzaubert - da schneidet man die Nägel und die Haare - und sie machen weiter, weil sie Angst haben, dass der Marabout sich rächen wird, wenn sie aufhören. In Afrika gilt die Zauberei etwas! Von den 120 Mädchen, die wir getroffen haben für den Dokumentarfilm, könnte man leicht 100 von der Prostitution abbringen. Aber sie weigern sich. Sie sagen, ich will gerne aufhören, aber der Marabout hat meine Haare, meine Nägel, und ich werde sterben. Mir hat ein Marabout gesagt, der Dokumentarfilm wird nie fertig, ich würde vorher sterben."