
Das Forschungsteam wollte ursprünglich lediglich die Kunst in mehreren Höhlen in Spanien und Portugal datieren und chemisch analysieren. Mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie wurden die Untersuchungen um DNA-Analysen erweitert.
Menschliche DNA, die mindestens 2000 Jahre alt ist
Die Ergebnisse bestätigten, dass die Pigmente der Höhlenkunst an die Höhlenwand gerieben oder aus dem Mund darauf geblasen wurden. Dank dieser Praxis lässt sich Speichel oder Schweiß als Erbgut nachweisen. In fünf von 120 untersuchten Proben fanden die Forschenden menschliche DNA, die mindestens 2.000 Jahre alt ist. Die DNA ähnelt demnach der von früheren westeuropäischen Jägern und Sammlern, die auch schon bei anderen Studien in Portugal und Spanien gefunden wurden.
Für die Forschenden eröffnet sich damit neben Knochen und Überresten im Sediment eine neue Quelle für alte DNA. Mit ihr könnte es möglich werden, die Höhlenkünstlerinnen und -künstler zumindest genetisch sichtbar zu machen, so die Experten.
Diese Nachricht wurde am 25.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
