Migrationspolitik
Amnesty International fordert Abschiebestopp für Menschen aus Afghanistan

Amnesty International hat die Forderung nach einem kompletten Abschiebestopp für Menschen aus Afghanistan erneuert.

    Das Logo von Amnesty International auf einer transparenten Schild an einer Fassade in Berlin. Es zeigt eine brennende Kerze, die mit Stacheldraht umwickelt ist.
    Amnesty International kritisiert die Abschiebpraxis nach Afghanistan. (IMAGO / epd / IMAGO / Christian Ditsch)
    Die Menschenrechtslage in dem Land sei weiterhin katastrophal, sagte die Juristin der Organisation, Alizadeh Marandi, im Deutschlandfunk . So müssten Männer, die nach ihrer zwischenzeitlichen Flucht in das Land zurückgeschickt wurden, unter dem Vorwurf der "Verwestlichung" mit Repressalien und Verfolgung rechnen. Die Asylrechtsexpertin kritisierte zudem, dass die Bundesregierung das Schicksal der Abgeschobenen nicht nachverfolge. Stattdessen lasse sich die Koalition von migrationsfeindlichen Gruppen treiben.
    Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Bundesinnenminister Dobrindt, CSU, die Abschiebepraxis nach Afghanistan ausweiten will. Demnach sollen künftig nicht nur Straftäter und Gefährder in ihr Heimatland zurückgeschickt werden, sondern auch andere ausreisepflichtige Personen.
    Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.