"Das Regime will Angst schüren"
Amnesty International: nach Protesten im Iran drohen 30 Todesstrafen

Im Iran droht nach Angaben von Amnesty International wegen der Massenproteste im Januar mindestens 30 Menschen die Todesstrafe.

    Menschen versammeln sich während einer Protestaktion in Teheran und blockieren dabei eine Straße.
    Amnesty International wirft dem iranischen Regime vor, die Todesstrafe als Waffe einzusetzen. (picture alliance / SIPA / MAHSA / MEI)
    Die Menschenrechtsorganisation teilte mit, in acht Fällen habe die Justiz bereits ein Urteil gesprochen. Unter den 22 weiteren Betroffenen seien auch zwei 17-Jährige. Eine Sprecherin von Amnesty sagte, das Regime setze die Todesstrafe als Waffe ein, um Angst zu schüren und den Willen der Bevölkerung zu brechen, die einen fundamentalen Wandel fordere. Die iranische Justiz hat bislang offiziell kein Todesurteil verkündet. Die Nachrichtenagentur Misan berichtete aber vor einer Woche über einen Prozess, in dem drei Angeklagten das Todesurteil drohe.
    Bei der Niederschlagung der Proteste im Iran wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation HRANA mehr als 7.000 Menschen getötet.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.