Migration
Amnesty International und Pro Asyl kritisieren strengere Abschiebepraxis nach Afghanistan

Menschenrechtsorganisationen haben die strengere deutsche Abschiebepraxis für Menschen aus Afghanistan kritisiert.

    Ein Flugzeug fliegt über Stacheldraht hinweg.
    Neue Abschiebepraxis in der Kritik (picture alliance / Daniel Kubirski)
    Pro Asyl teilte mit, derzeit säßen Menschen in Abschiebehaft, die keine Straftaten begangen hätten und vor den islamistischen Taliban geflüchtet seien. Betroffenen drohten in ihrer ehemaligen Heimat schwere Menschenrechtsverletzungen. Ähnlich äußerte sich Amnesty International.
    Nach einer bundesweiten Neuregelung dürfen nicht mehr nur Straftäter und Gefährder zurückgeführt werden, sondern auch andere Ausreisepflichtige. Frauen werden aber weiterhin nicht abgeschoben, da diese auch nach ⁠EU-Vorgaben als verfolgte Gruppe in Afghanistan gelten.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.