Nach Präsident Maduro
Amnesty International: "Unterdrückungsapparat" in Venezuela besteht fort

Nach Einschätzung von Amnesty International hat sich die Menschenrechtslage in Venezuela unter Übergangspräsidentin Delcy nicht verbessert.

    Valentina Ballesta sitzt in einem Sessel. Im Hintergrund das gelb-schware Logo von Amnesty International.
    Valentina Ballesta, Forschungsdirektorin bei Amnesty International für den amerikanischen Kontinent, bei der Vorstellung des Jahresberichts ihrer Organisation in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá (AFP / PABLO VERA)
    Der "Unterdrückungsapparat" bestehe fort, sagte die Forschungsdirektorin für den amerikanischen Kontinent, Ballesta, der Nachrichtenagentur AFP. Zwar seien seit Inkrafttreten eines Amnestiegesetzes im Februar rund 700 politische Gefangene freigelassen worden, das Gesetz greife aber nicht automatisch. So wurde laut Amnesty mehreren Oppositionellen eine Amnestie verweigert. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Foro Penal befinden sich weiterhin mehr als 500 Menschen aus politischen Gründen in Haft.
    US-Streitkräfte hatten Venezuelas autoritär regierenden Präsidenten Maduro am 3. Januar aus Caracas entführt und in die Vereinigten Staaten gebracht. Dort wurde er im Zusammenhang mit Drogenhandel angeklagt.
    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.